Die zitternde Frau
Acryl auf Leinwand
Wandkunst
Surrealist Movement
1923
Moderne
131.0 x 98.0 cm
Giclée / Kunstdruck
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Die zitternde Frau
Giclée / Kunstdruck
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Gesamtpreis
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Sammlerstück-Beschreibung
Das Erscheinen der Zitternden Frau: Eine Reise in die Tiefen des Bewusstseins
Max Ernsts „Die Zitternde Frau“ aus dem Jahr 1923 ist weit mehr als nur ein Gemälde; es ist eine eindringliche Einladung in das Reich der Träume, Ängste und unbewussten Wünsche. Dieses Werk, entstanden inmitten der turbulenten Jahre des Dadaismus und Surrealismus, verkörpert die radikale Neugestaltung der Realität, die diese Kunstströmungen prägte. Die Frau, dargestellt auf dem Abgrund einer Treppe oder Leiter, ist eine Verkörperung von Unsicherheit und Fragilität – ein Bild, das den Betrachter unmittelbar in seinen Bann zieht.
Ernst, ein Meister der experimentellen Techniken, schuf hier eine Szene, die sowohl verstörend als auch faszinierend ist. Die verzerrten Proportionen, die übertriebenen Gesichtszüge und die bedrohliche Umgebung erzeugen eine Atmosphäre von Spannung und Unruhe. Doch genau diese Intensität macht das Bild so kraftvoll und zeitlos. Die Anordnung der Elemente – der Stuhl in der unteren linken Ecke, die weiteren Stühle im Hintergrund – dient nicht nur dazu, Tiefe zu suggerieren, sondern verstärkt auch das Gefühl des surrealen und Unheimlichen.
Ein Blick auf die Details offenbart weitere Schichten von Bedeutung. Die Hängeuhr über der Frau symbolisiert die Zeit, die an ihr zirkuliert, während gleichzeitig ein Element der Verflüssigung und des Verlustes entsteht. Die Verwendung von Farben ist subtil, doch sie trägt maßgeblich zur emotionalen Wirkung bei: Die Frau selbst ist in einem hellen Kleid gehalten, das für Frieden und Harmonie steht, im Kontrast zu den dunklen, bedrohlichen Tönen der Umgebung, die eine Welt der Angst und des Unbehagens widerspiegeln.
Die Wurzeln des Surrealismus: Ernsts Weg zur Unterbewusstheit
Max Ernst war ein Mann der Gegensätze – ein Philosoph, Künstler, Schriftsteller und Pionier der modernen Kunst. Seine künstlerische Entwicklung wurde maßgeblich von seinen intellektuellen Interessen und seiner Auseinandersetzung mit den Theorien Sigmund Freuds geprägt. Er nutzte die Prinzipien des Psychoanalytischen Ansatzes, um in seine Werke die verborgenen Wünsche, Ängste und Traumwelten einzubringen.
Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg waren für Ernst eine Zeit der tiefen Enttäuschung und des Umbruchs. Die Erfahrung des Krieges hatte ihn nachhaltig geprägt und führte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Normen seiner Zeit. Inmitten dieser Krise fand er Trost und Inspiration in der Erforschung seines eigenen Unterbewusstseins – ein Prozess, der sich in seinen surrealistischen Werken widerspiegelt.
Ernst entwickelte dabei innovative Techniken wie „Frottage“ (Reibdruck) und „Grattage“ (Abstreifen), um Texturen und Muster aus verschiedenen Materialien auf die Leinwand zu übertragen. Diese Methoden ermöglichten es ihm, Bilder zu erzeugen, die sich weder eindeutig noch vollständig erklären lassen – ein charakteristisches Merkmal des Surrealismus.
Symbolik und Interpretation: Ein Fenster zur Seele
Die „Zitternde Frau“ ist reich an Symbolik. Sie kann als Allegorie für die menschliche Existenz interpretiert werden, mit all ihren Unsicherheiten, Ängsten und Sehnsüchten. Die Treppe oder Leiter, auf der sie steht, symbolisiert den Weg zum Erfolg oder zur Erkenntnis – doch dieser Weg scheint endlos und gefährlich zu sein.
Die Frau selbst könnte für die weibliche Psyche stehen, mit all ihren Widersprüchen und Ambivalenzen. Ihre ausgestreckten Arme deuten auf eine Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit hin, während ihre verzerrte Gestalt ein Gefühl von Verletzlichkeit und Hilflosigkeit vermittelt.
Die Anordnung der Stühle im Hintergrund könnte als Metapher für die gesellschaftlichen Erwartungen und Zwänge interpretiert werden, denen sich die Frau unterwirft. Die Hängeuhr symbolisiert die Zeit, die an ihr zirkuliert – eine Zeit, in der sie gefangen ist und keine Kontrolle über ihr eigenes Leben hat.
Reproduktionen und die Kunst des Erlebens
Ein Original von „Die Zitternde Frau“ ist ein seltenes und kostbares Gut. Doch dank moderner Reproduktionstechniken können Sie dieses Meisterwerk nun in Ihrem eigenen Zuhause genießen. Wir bieten hochwertige Ölmalerei-Reproduktionen an, die den originalen Charakter des Gemäldes in all seiner Pracht wiedergeben.
Unsere Reproduktionen werden von erfahrenen Künstlern handgefertigt und verwenden ausschließlich hochwertige Materialien. Sie sind nicht nur ein dekoratives Element für Ihr Zuhause, sondern auch eine Hommage an das Genie Max Ernsts – ein Fenster zur Tiefen des menschlichen Bewusstseins und eine Quelle der Inspiration.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Max Ernst: Ein Leben im Surrealismus
Frühes Leben und Ausbildung
- Geboren: 1. April 1891 in Brühl, Deutschland.
- Ernsts Vater, Philipp Ernst, war Lehrer für Gehörlose und Amateurmaler, der Maxes frühes Interesse an Kunst förderte.
- Von 1909 studierte er Philosophie, Kunstgeschichte, Literatur, Psychologie und Psychiatrie an der Universität Bonn.
- Dieser vielfältige akademische Hintergrund beeinflusste seine späteren künstlerischen Erkundungen maßgeblich.
Künstlerische Entwicklung & Einflüsse
- Ein einschneidendes Ereignis war die Sonderbund-Ausstellung in Köln (1912), wo er Werke von Pablo Picasso, Vincent van Gogh, und Paul Gauguin entdeckte.
- Im Jahr 1914 lernte er Hans Arp kennen, der eine lebenslange Freundschaft schloss, die seine künstlerische Reise maßgeblich prägte.
- Der Erste Weltkrieg hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf Ernst; seine Erfahrungen als Soldat führten zu Enttäuschung und einer kritischen Sicht auf die Gesellschaft.
- Er ließ sich von den Schriften Sigmund Freuds beeinflussen und erkundete Themen des Unterbewusstseins in seiner Kunst.
Dada & Surrealismus
- Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Ernst eine Schlüsselfigur der Kölner Dada-Gruppe, die sich gegen traditionelle künstlerische Konventionen aussprach.
- Er entwickelte innovative Techniken wie Frottage (Erhitzen von Bleistift auf texturierte Oberflächen) und Grattage (Abkratzen von Farbe, um darunterliegende Schichten freizulegen).
- In den 1920er Jahren trat er der Surrealistischen Bewegung in Paris bei und arbeitete mit Künstlern wie Paul Éluard zusammen.
- Seine Werke dieser Zeit erforschten traumhafte Bilder und psychologische Themen.
Wichtige Werke & Techniken
- Frottage: Eine Technik zur Erzeugung von Texturen und unerwarteten Bildern, die in vielen seiner Werke zu sehen ist.
- Collage: Ernst verwendete häufig Collage, um disparate Elemente zu kombinieren und surreale Kompositionen zu schaffen.
- Bekannte Werke:
- Die gesamte Stadt
- Euclides
- Von diesem sollen nichts wissen
- Wald und Taube
- Seine Gemälde zeigen oft symbolische Bilder, darunter Vögel (insbesondere seinen Pseudonym Loplop), Landschaften und verstörende Gegenüberstellungen.
Spätes Leben & Vermächtnis
- Ernst zog während des Zweiten Weltkriegs in die Vereinigten Staaten, wo er weiter malte und mit neuen Techniken experimentierte.
- Nach dem Krieg kehrte er nach Frankreich zurück und blieb bis zu seinem Tod am 1. April 1976 in Paris aktiv.
- Historische Bedeutung: Max Ernsts Beiträge zu Dada und Surrealismus waren bahnbrechend. Er stellte künstlerische Normen in Frage, erforschte das Unterbewusstsein und entwickelte innovative Techniken, die Künstler bis heute inspirieren.
- Er gilt als eine der wichtigsten und einflussreichsten Figuren der Kunst des 20. Jahrhunderts.
Max Ernst
1891 - 1976 , Deutschland
Kurzinfos
- Artistic Movement Or Style: Dadaismus & Surrealismus
- Artists Who Influenced This Artist:
- Pablo Picasso
- Vincent van Gogh
- Paul Gauguin
- Sigmund Freud
- Date Of Birth: 1. April 1891
- Date Of Death: 1. April 1976
- Full Name: Max Ernst
- Nationality: Deutsch
- Notable Artworks:
- Die gesamte Stadt
- Euclides
- Wald und Taube
- Der Elefant Celebes
- Place Of Birth (City And Country): Brühl, Deutschland

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