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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Style

Name Klasse Datum

Markus Lüpertz, Style (1977). Zur Referenz reproduziert; alle Rechte liegen beim Rechteinhaber.

Eckdaten

Künstler
Markus Lüpertz allpaintingsstore.com/de/artists/markus-lupertz_de/
Lebensdaten des Künstlers
1941 – ?
Gemalt
1977
Originalgröße
50 x 38 cm

Im Kontext

Style — Markus Lüpertz

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 50 × 38 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Entstehungsjahr

  1. 1940
  2. 1950
  3. 1960
  4. 1970

Schattiert: das Lebenswerk von Markus Lüpertz (1941–?) ▲ dieses Werk, 1977

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Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Phthalo Green #1b1b1b

    Gespeicherte Palette

    • #1B1B1B
    • #D5D5D5
    • #969696
    • #4F4F4F
    Hauptfarbe
    Phthalo Green
    Intensität
    Monochromatic Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Statement Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Unified Palette Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Balanced Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Muted Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Markus Lüpertz

    Geboren in Reichenberg, Tschechische Republik

    Markus Lüpertz: Ein Leben in der Kunst

    Markus Lüpertz wurde am 25. April 1941 in Reichenberg, Tschechoslowakei (heute Liberec), geboren und prägte maßgeblich die deutsche Kunstszene des zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine künstlerische Entwicklung war geprägt von Herausforderungen und außergewöhnlichem Talent, das sich schließlich zu einer internationalen Anerkennung aufbauen ließ.

    Frühes Leben und Ausbildung

    Die Lüpertz-Familie zog nach Westdeutschland und ließ sich in Rheydt nieder. Anfängliche künstlerische Bemühungen wurden durch eine fehlgeschlagene Malerausbildung und den Konkurs eines kommerziellen Kunstlehrers vereitelt. Er studierte an der Werkkunstschule Krefeld (1956-1961) mit Laurens Goosens und ergänzte seine Studien durch körperliche Arbeit wie Bergbau und Straßenbau – Erfahrungen, die sein später künstlerisches Weltbild nachhaltig beeinflussten. Ein kurz andauerender und turbulenter Aufenthalt an der Kunstakademie Düsseldorf endete mit einer Expulsion aufgrund von Konflikten mit den Lehrenden und offenbarte bereits früh eine gewisse Unzufriedenheit mit etablierten akademischen Strukturen.

    Frühes Berufsleben & Stilentwicklung

    Nach seinem Studium arbeitete Lüpertz zunächst als freier Künstler in Düsseldorf und fand schnell Anschluss an die junge Kunstszene der Stadt. Ein kurzer Aufenthalt in der Französischen Fremdenlegion endete mit Desertion vor dem Einsatz in Algerien – eine Entscheidung, die ihn tief persönlich prägte und ihm später eine besondere Perspektive auf soziale Fragen eröffnete. Im Jahr 1962 zog er nach West-Berlin und wurde zusammen mit anderen namhaften Künstlern wie Karl Horst Hödicke Gründungsmitglied der Galerie Grossgörschen und etablierte sich damit als Teil einer wichtigen Künstlergruppe seiner Zeit. Seine frühe Arbeit entwickelte seinen charakteristischen Stil – gekennzeichnet durch kräftige Pinselstriche, archetypische Bilder und eine klare Ablehnung vorherrschender Minimalismus-Tendenzen. Er bevorzugte großformatige Gemälde mit starken Kontrasten und arbeitete oft mit Ölfarbe auf Leinwand.

    Anerkennung & Akademische Karriere

    Lüpertz erhielt 1970 den Villa Romana Preis, der ihm ein Studium in Florenz ermöglichte und ihn damit intensiv mit italienischer Kunstgeschichte und Renaissance-Tradition vertraut machte. Er gewann auch 1974 den Preis der Deutschen Kunstkritikervereinigung und etablierte sich damit als eine Stimme der deutschen Kunstwelt. Er hatte Lehrstühle an der Akademie für Bildende Künste Karlsruhe (1974-1986) und später an der Kunstakademie Düsseldorf (1986-2009), diente dort über zwei Jahrzehnte lang als Rektor und prägte damit eine ganze Generation deutscher Künstler. Seine Rolle als Direktor förderte einen offenen Dialog zwischen etablierten Künstlern und jungen Talenten und setzte neue Maßstäbe für künstlerische Bildung. Besonders hervorzuheben ist seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie A.R. Penck, Jannis Kounellis und Rosemarie Trockel, die seinen Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Kunstgeschichte weiter verstärkten.

    Künstlerische Entwicklung & Themen

    Lüpertz’s Werk lässt sich kaum kategorisieren, wird aber im Allgemeinen als Teil des Neo-Expressionismus betrachtet – einer Bewegung, die sich durch ihre Rückkehr zu expressiven Bildsprachen und eine Ablehnung abstrakter Formen auszeichnete. Seine Bilder beschäftigen sich häufig mit historischen Ereignissen und mythologischen Figuren und verwenden oft eine Kombination von Ölfarbe und Collage-Techniken. Er interessiert sich besonders für Themen wie Krieg, Gewalt und menschliche Existenz sowie für die Darstellung von Landschaftsbildern und Figurenstudien. Lüpertz betont stets die Bedeutung von Farbe und Bewegung im Kunstwerk und versucht, Emotionen und Erfahrungen auf einer tiefen Ebene zu kommunizieren. Seine Arbeiten sind bekannt für ihre monumentale Größe und ihre kraftvolle Ausdruckskraft und tragen dazu bei, dass er als einer der wichtigsten deutschen Künstler seiner Zeit angesehen wird. Er ist weiterhin aktiv tätig und schafft beeindruckende Werke, die auch heute noch einen wichtigen Beitrag zur Kunstgeschichte leisten.

    Weitere Lesetipps

    Online verfügbar

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    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Lüpertz, Markus. Style. 1977, https://allpaintingsstore.com/de/art/markus-lupertz-style-ARCB3B-en/
    APA
    Lüpertz, Markus (1977). Style [Painting]. https://allpaintingsstore.com/de/art/markus-lupertz-style-ARCB3B-en/
    Chicago
    Markus Lüpertz. Style. 1977. https://allpaintingsstore.com/de/art/markus-lupertz-style-ARCB3B-en/
    Harvard
    Lüpertz, Markus (1977) Style. Available at: https://allpaintingsstore.com/de/art/markus-lupertz-style-ARCB3B-en/

    Genau hinsehen

    Style — Markus Lüpertz

    Genau hinsehen

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    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie sieht diese Stimmung aus?
    3. Werfen Sie einen Blick zurück auf Jedermann Festmahl, weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.
    4. Markus Lüpertz war etwa 36 Jahre alt, als dieses Werk entstand. Welche Details lassen auf die Handschrift eines Künstlers in dieser Lebensphase schließen?
    5. Was wollte der Künstler wohl, dass Sie fühlen?

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