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anton pavlovich losenko

1737 - 1773

Kurzbiografie

  • Died: 1773
  • Works on APS: 15
  • Nationality: Украина
  • Lifespan: 36 years
  • Art period: Frühe Neuzeit
  • Movements: baroque
  • Mehr Details anzeigen
  • Top 3 works:
    • Justice (off Raffaello)
    • Tobias with the angel
    • Hector and Andromache
  • Copyright status: Public domain
  • Creative periods: mature period
  • Museums on APS:
    • Staatliche Kunstausstellung des Daguestans nach P. S. Gamzatova
    • Staatliche Kunstausstellung des Daguestans nach P. S. Gamzatova
    • Staatliche Kunstausstellung des Daguestans nach P. S. Gamzatova
    • Staatliche Kunstausstellung des Daguestans nach P. S. Gamzatova
    • Staatliche Kunstausstellung des Daguestans nach P. S. Gamzatova
  • Top-ranked work: Justice (off Raffaello)
  • Born: 1737, Хлехив, Украина

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Q1
Frage 2:
Q2
Frage 3:
Q3
Frage 4:
Q4
Frage 5:
Q5

Anton Pavlovich Losenko: Ein Pionier der russischen historischen Malerei

Anton Pavlovich Losenko (August 30, 1737 – Dezember 23, 1773) gilt als eine zentrale Figur im aufkommenden Neoklassizismus innerhalb des Russischen Kaiserreichs. Geboren in Hluhiv, Ukraine – eine Region tief verwurzelt in cossackischer Tradition – prägte sein frühes Leben Tragödie; er wurde siebenjährig verwaist und trat zum Chor Sankt Petersburgs ein, einer Institution, die seinen künstlerischen Weg nachhaltig beeinflusste. Diese frühe Erfahrung vermittelte einen disziplinierten Ästhetik und förderte eine lebenslange Faszination für Musikkomposition neben der visuellen Kunst. Sein Weg zum künstlerischen Meisterwerk begann mit einer Lehre bei Ivan Argunov, einem angesehenen Sankt Petersburger Künstler, der Losenkos latentes Talent für Malerei erkannte. Nach fünfhalb Jahren intensiver Ausbildung wurde er 1759 in die Russische Akademie der Künste aufgenommen – ein entscheidender Schritt zur Etablierung seiner Tätigkeit als professioneller Maler. Sofort demonstrierte sein Können durch Porträts bedeutender Persönlichkeiten wie Ivan Shuvalov und Alexander Sumarokov, wodurch sein Ruf für das Erfassen von Gesichtszügen mit außergewöhnlicher Genauigkeit und psychologischer Einsicht gefestigt wurde. Er erkannte die Bedeutung eines künstlerischen Horizonts erweitern und machte sich 1760 auf eine transformative Reise nach Paris, wo er unter Jean II Restout studierte – einem führenden Vertreter des Neoklassizismus. Diese Eintauchung in französische Kunst prägte seine Technik und Sensibilität tiefgreifend. Besonders hervorzuheben ist die Auftragsarbeit für „Das Wunder von Sankt Andreas“, ein ambitioniertes Barocktableau, das sein Können bei dramatischer Komposition und Chiaroscuro-Ausleuchtung – eine stilistische Eigenheit der Zeit – bewies. Diese Darstellung eines wichtigen historischen Ereignisses spiegelt den Einfluss der europäischen Kunstgeschichte wider und wird bis heute intensiv studiert. Weiterentwickelte er sein Handwerk zwischen 1766 und 1769 in Rom, wo er sich von Raphael’s künstlerischem Erbe beeindruckte und zwei faszinierende Gemälde schuf, die die biblische Erzählung von Kain und Abel illustrierten. Diese Werke verkörperten die humanistischen Ideale der Aufklärung und zeigten ein tiefes Interesse an moralischer Philosophie und menschlicher Emotion. Nach seiner Rückkehr nach Sankt Petersburg im Jahr 1769 erhielt Losenko eine prestigeträchtige Einladung, ein historisches Gemälde als Voraussetzung für akademische Anerkennung vorzulegen – ein Beweis für sein unverzichtliches Engagement für künstlerisches Wissen und Bildung. Seine monumentale Leinwand von Vladimir und Rogneda – die eine entscheidende Episode in der Geschichte des alten Russlands würdigte – sicherten ihm nicht nur akademische Anerkennung sondern auch den angesehenen Professorenposten an der Akademie der Künste. Von 1770 bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1773 diente Losenko als Direktor dieser Institution und prägte die künstlerische Ausbildung von Generationen russischer Maler und etablierte „Kurze Erklärung der menschlichen Proportionen“ – ein wegweisendes Lehrbuch, das für junge Künstler über den gesamten Kaiserreich hinaus unverzichtbar wurde. Anton Pavlovich Losenkos Vermächtnis lebt fort als einer der bedeutendsten Neoklassiker Russlands und eine grundlegende Figur in der Wiederbelebung der historischen Malerei – eine Leistung, die bis heute Bewunderung und wissenschaftliche Forschung inspiriert.