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Atelier · Seit 2015 · Paris, Frankreich
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Carl Gunnar Roland Cyrén

1931 - 2013

Kurzbiografie

  • Top-ranked work: Untitled
  • Works on APS: 1
  • Lifespan: 82 years
  • Art period: Moderne
  • Nationality: Schweden
  • Museums on APS:
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  • Copyright status: Under copyright
  • Died: 2013
  • Also known as:
    • Gunnar Cyrén
    • Carl Gunnar Cyrén
  • Top 3 works: Untitled
  • Born: 1931, Stockholm, Schweden

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
In welcher Stadt wurde Frank Auerbach geboren?
Frage 2:
Welches Ereignis veranlasste Frank Auerbach dazu, Deutschland zu verlassen und nach England umzusiedeln?
Frage 3:
Welches Modell wurde im Laufe der Karriere von Frank Auerbach am häufigsten dargestellt?
Frage 4:
Was war laut Kritikern ein definierendes Merkmal von Auerbachs Malstil?
Frage 5:
In welchem Jahr erhielt Frank Auerbach eine Retrospektive in der Hayward Gallery, London?

Frank Auerbach: Ein Leben, gemalt in dicker Emotion

Geboren 1931 in Berlin, wurde Frank Auerbachs Weg zu einer der markantesten Figuren der britischen Nachkriegsmalerei zutiefst von einer Kindheit geprägt, die durch den aufkommenden Faschismus erschüttert wurde. Sein Vater, ein Anwalt, und seine Mutter, eine ehemalige Kunststudentin, vermittelten ihm schon früh eine Wertschätzung für die visuelle Kultur, doch die drohende Gefahr des Nazi-Deutschlands zwang die Familie 1939 zur Flucht nach England. Diese Erfahrung – der Verlust der Heimat, die Entwurzelung und die darauffolgenden Jahre in einer progressiven Internatsschule in Kent – wurde zu einem fundamentalen Element seiner künstlerischen Vision und prägte einen zutiefst persönlichen und emotional aufgeladenen Stil.

Auerbachs formale Ausbildung begann 1948 an der St Martin's School of Art, wo er von David Bomberg als Mentor begleitet wurde. Diese Zeit erwies sich als entscheidend, da sie ihn mit den Techniken des Farbschichtens und der Erzeugung von Textur vertraut machte – Fähigkeiten, die später seinen einzigartigen Ansatz definieren sollten. Er setzte sein Studium am Royal College of Lack fort, doch erst außerhalb dieser institutionellen Mauern entfaltete Auerbach sein wahres Potenzial. Sein Atelier in Londons Mornington Crescent wurde zu einem Zufluchtsort, einem Raum, in dem er Beziehungen zu Mitkünstlern wie Leon Kossoff pflegte und vor allem feste Modelle fand – Julia, Juliet Yardley Mills („J.Y.M.“) und Stella West („E.O.W.“) –, die ihm während seiner gesamten Karriere unermüdlich Modell standen.

Auerbachs frühe Arbeiten stießen auf geteilte Reaktionen. Kritiker taten seine stark pastose Technik anfangs als grenzwertig skulptural ab, was eine Abkehr von den damals vorherrschenden Normen der Malerei darstellte. Dennoch erkannten Persönlichkeiten wie David Sylvester die tiefe emotionale Tragweite und psychologische Intensität in seinen Leinwänden. Sylvester beschrieb Auerbachs Gemälde berühmt nicht als „skulptural“, sondern als „malerische Bilder, die nicht als Skulpturen, sondern als Gemälde gelesen werden müssen – nicht als polychrome Reliefs“. Diese scharfsinnige Beobachtung unterstrich die Fähigkeit des Künstlers, komplexe Gefühle durch die reine Physis seines Farbauftrags zu vermitteln – eine bewusste Ablehnung der illusionistischen Darstellung zugunsten eines direkten emotionalen Ausdrucks.

Die Sprache der dicken Farbe

Auerbachs unverwechselbarer Stil ist sofort an seinem außergewöhnlich dicken, geschichteten Farbauftrag erkennbar. Er verwendete selten Pinsel und bevorzugte es stattdessen, das Pigment direkt mit den Händen, Spachteln und Malmessern aufzutragen. Diese Technik erzeugt eine taktile Oberfläche von fast skulpturaler Qualität, die zur genauen Betrachtung einlädt. Die Farben sind oft gedämpft – Brauntöne, Ocker, Rot und Blau – und werden in breiten, gestischen Strichen aufgetragen, was ein Gefühl von Dringlichkeit und roher Emotion vermittelt.

Die Wahl der Sujets ist ebenso bedeutsam. Auerbach malte primär Porträts seiner Frau Julia und seiner engen Freunde Juliet Yardley Mills („J.Y.M.“) und Stella West („E.O.W.“) sowie Selbstporträts, die einen Einblick in seine eigene Innenwelt gewähren. Diese Figuren werden nicht mit fotografischer Genauigkeit dargestellt; stattdessen sind sie abstrahiert und vereinfacht, ihre Formen in den dichten Farbschichten versunken. Die Gesichter werden fast zu Masken, die mehr über Auerbachs emotionalen Zustand aussagen als über jedes spezifische Detail.

Der Einfluss von Leon Kossoff ist unbestreitbar. Beide Künstler teilten das Bestreben, urbane Landschaften und Motive der Arbeiterklasse darzustellen, näherten sich diesen Themen jedoch mit radikal unterschiedlichen Techniken. Während Kossoff eine dezentere Palette und einen lockeren Pinselstrich bevorzugte, zeichnet sich Auerbachs Werk durch intensive Farben und einen fast gewaltsamen Farbauftrag aus. Dennoch suchten beide Künstler danach, das Wesen ihrer Motive einzufangen – nicht nur ihr Äußeres, sondern auch ihr emotionales Leben.

Schlüsselwerke und Anerkennung

Im Laufe seiner Karriere schuf Auerbach ein umfangreiches Werk, darunter ikonische Gemälde wie Mornington Crescent - Summer Morning (1954), Julia at the Piano (1962) und Self-Portrait with Julia (1974). Diese Werke sind nicht bloße Darstellungen von Personen; sie sind Ausdrücke tiefster emotionaler Intensität. Die dicke Farbe, die gedämpften Töne und die vereinfachten Formen verbinden sich zu einer viszeralen Erfahrung für den Betrachter.

Auerbachs Werk erlangte in den 1960er Jahren kritische Anerkennung, obwohl er weitgehend außerhalb des Mainstream-Kunstbetriebs blieb. Eine Retrospektive in der Hayward Gallery im Jahr 1978 half dabei, seinen Ruf als einer der bedeutendsten britischen Maler der Nachkriegszeit zu festigen. Seine Teilnahme an der Biennale von Venedig 1986 hob sein internationales Ansehen weiter hervor.

Vermächtnis und Einfluss

Frank Auerbach verstarb 2013 im Alter von 82 Jahren und hinterließ ein bemerkenswertes Lebenswerk, das bis heute beim Publikum nachwirkt. Seine Gemälde sind nicht leicht zu betrachten; sie fordern Aufmerksamkeit und laden zur Kontemplation ein. Doch sie bieten auch einen Blick in das Herz menschlicher Erfahrung – ein Zeugnis für die Macht der Kunst, die tiefsten Emotionen auszudrücken.

Auerbachs Vermächtnis liegt in seiner unerschütterlichen Treue zu seiner eigenen, einzigartigen Vision und seiner Weigerung, künstlerische Prinzipien für kommerziellen Erfolg oder kritische Zustimmung zu opfern. Er bleibt eine bedeutende Figur der britischen Malerei, und sein Werk inspiriert weiterhin Künstler, die das expressive Potenzial der Farbe selbst erforschen wollen.