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Susan Jordan Harlan

Kurzbiografie

  • Also known as: Susan Harlan
  • Top-ranked work: Song Lines
  • Works on APS: 2
  • Top 3 works:
    • Song Lines
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  • Museums on APS:
    • Nationalmuseum der Frau im Kunstschaffen
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  • Copyright status: Under copyright
  • Art period: Zeitgenössische Kunst
  • Born: 1950, Frankfurt, Deutschland
  • Nationality: Deutschland

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wo wurde Susan Jordan Harlan geboren?
Frage 2:
Welche einzigartige Erfahrung machte Harlan, bevor sie professionelle Künstlerin wurde?
Frage 3:
Welche der folgenden Institutionen besitzt *keine* Werke von Susan Jordan Harlan?
Frage 4:
Was ist der primäre Fokus der Kunst von Susan Jordan Harlan?
Frage 5:
Wo unterrichtet Susan Jordan Harlan derzeit?

Ein Leben, verwoben mit Licht und Landschaft

Susan Jordan Harlans künstlerischer Weg besticht durch eine bemerkenswerte Vielfalt – ein Zeugnis für die Kraft der Beobachtung, der Anpassungsfähigkeit und einer tief persönlichen Verbundenheit mit der natürlichen Welt. Geboren 1950 in Frankfurt am Main, verlief ihr frühes Leben alles andere als konventionell. Bevor sie sich ganz der bildenden Kunst widmete, begab sich Harlan als junge Frau auf ein außergewöhnliches Abenteuer: Sie reiste fast ein Jahr lang mit einem Zirkus in Florida. Diese prägende Erfahrung schenkte ihr eine einzigartige Perspektive, ein geschärftes Bewusstsein für Bewegung, Farbe und die vergängliche Schönheit, die man an unerwarteten Orten findet. Es ist leicht vorstellbar, wie dieses Eintauchen in eine Welt des Spektakels und der Flüchtigkeit später ihre abstrakten Erkundungen von Licht und Form beeinflussen sollte. Harlans akademische Ausbildung an angesehenen Institutionen – der University of Tennessee, der University of Miami und dem Hampshire College – legte ein solides Fundament künstlerischer Prinzipien und nährte gleichzeitig ihren unabhängigen Geist. Diese fundierte Ausbildung erwies sich als entscheidend für ihren Übergang in vielfältige kreative Rollen: Zunächst arbeitete sie als Karikaturistin für USA Today und später als Gerichtskünstlerin für CBS und The Washington Post. Diese Erfahrungen schärften ihre Fähigkeit, komplexe Erzählungen in eindringliche visuelle Aussagen zu destillieren – Fähigkeiten, die zum Kern ihres späteren abstrakten Schaffens wurden. Die Unmittelbarkeit, die das Festhalten flüchtiger Momente im Gerichtssaal verlangt, kombiniert mit der prägnanten Erzählweise der Karikatur, kultivierte eine bemerkenswerte Präzision und eine Ökonomie von Linie und Form.

Von der Reportage zur Abstraktion: Ein Wandel des Fokus

Im Jahr 1992 ließ sich Harlan mit ihrem Mann und Sohn in Portland, Oregon, nieder – ein Schritt, der für ihre künstlerische Entwicklung wegweisend sein sollte. Hier begann sie, die Abstraktion voll und ganz anzunehmen, jedoch nicht als Aufgabe der Darstellung, sondern vielmehr als eine tiefere Erforschung ihres Wesens. Während sie eine Lehrtätigkeit im Graduate-Programm der Portland State University annahm und so eine neue Generation von Künstlern förderte, verfeinerte sie gleichzeitig ihre eigene Praxis. Diese Periode markierte einen bedeutenden Fokuswechsel: weg von der Dokumentation äußerer Realitäten, hin zur Freilegung innerer Landschaften. Obwohl sie von der Natur, insbesondere von botanischen Formen, inspiriert ist, strebt Harlan keine wörtliche Abbildung an. Stattdessen nutzt sie diese Elemente als Ausgangsmaterial, das sie akribisch auf Objektträgern für Glaspräparate bewahrt – ein persönliches Archiv, das wie ein Skizzenbuch für andere Künstler fungiert. Harlans Prozess ist tief geschichtet und durchdacht. Sie scannt ihre Präparate, vergrößert die Bilder, erstellt daraus Ausschnitte und manipuliert diese Schablonen, um Muster zu erzeugen, die an Naturkräfte wie Wind, Wasser oder Sand erinnern. Die daraus resultierenden Kompositionen werden in Glasfusion-Malerei ausgeführt, einem Medium, das sie meisterhaft einsetzt, um die innewohnende Leuchtkraft und die reflektierenden Qualitäten des Lichts einzufangen. Sie beschreibt ihr Werk als „Aufzeichnung all meiner Ideen in Form von bemalten Büchern“, wobei die Glaslandschaften und die gezeichneten Bücher als eine Installation fungieren, die das zeitliche Ganze repräsentiert. Diese Betonung von Prozess und Schichtung zeugt von einem tieferen Interesse an Erinnerung, Wahrnehmung und der subjektiven Erfahrung der Natur.

Anerkennung und bleibendes Vermächtnis

Susan Jordan Harlans Hingabe an ihre einzigartige künstlerische Vision hat in der Kunstwelt große Anerkennung gefunden. Ihre Werke befinden sich in prestigeträchtigen Sammlungen, darunter das Victoria and Albert Museum, das Art Institute of Chicago, das J. Paul Getty Museum, die National Gallery of Art und das National Museum of Women in the Arts – ein Beweis für ihre beständige Qualität und historische Bedeutung. Ihre Gemälde sind nicht bloß ästhetisch ansprechende Objekte; sie repräsentieren eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit den Komplexitäten der Abstraktion, der Natur und der menschlichen Existenz.
  • Einflüsse: Obwohl Harlans Werk unverkennbar eigenständig ist, lassen sich im gestischen Umgang mit Farbe und Form Echos des Abstrakten Expressionismus finden. Die Betonung von Licht und Atmosphäre deutet zudem auf eine Verbindung zu impressionistischen Malern wie Monet und Turner hin.
  • Zentrale Themen: Das Zusammenspiel von Natur und Abstraktion, Erinnerung und Wahrnehmung, die Vergänglichkeit der Zeit und die Kraft des Lichts sind die zentralen Motive in Harlans Werk.
  • Technik: Die Glasfusion-Malerei ist ihr primäliches Medium, das vielschichtige Kompositionen und eine einzigartige Luminosität ermöglicht. Zudem integriert sie Elemente der Zeichnung und Collage in ihren Prozess.
Harlans Karriere reicht weit über das Atelier hinaus; ihre langjährige Tätigkeit als Professorin an der Portland State University unterstreicht ihr Engagement für die Förderung künstlerischer Talente. Ihr Werk inspiriert und fordert Betrachter weiterhin heraus und lädt dazu ein, über die Schönheit und Komplexität der Welt um uns herum – und in uns selbst – nachzusinnen. Sie steht als eindrucksvolles Beispiel für eine Künstlerin, die es geschafft hat, vielfältige Erfahrungen zu einem kohärenten und zutiefst persönlichen Werk zu vereinen und damit einen bleibenden Eindruck in der zeitgenössischen abstrakten Kunst zu hinterlassen.