Engel mit Putto
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Engel mit Putto
Giclée / Kunstdruck
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Beschreibung des Sammlerstücks
Gustav Klimts „Engel mit Putto“: Eine Symphonie aus Gold und Sinnlichkeit
Gustav Klimts „Engel mit Putto“, vollendet im Jahr 1885, gilt als ein Eckpfeiler der symbolistischen Kunst und ist wohl das bekannteste Emblem des Jugendstils. Es ist weit mehr als nur ein schönes Gemälde – es ist ein immersives Erlebnis, das den Betrachter in Klimts künstlerische Vision entführt, akribisch geschaffen, um tiefe Emotionen zu wecken und die komplexen Themen von Spiritualität und Verlangen zu erforschen.
- Der Bildinhalt: Das Kunstwerk zeigt zwei nackte Frauen, die auf einem Bett ruhen, wobei ihre Beine in einer Geste der Intimität miteinander verschlungen sind. Über ihnen schwebt eine engelsgleiche Gestalt – ein Putto –, der eine leuchtende Sphäre emporhält, was göttliche Gnade und Fruchtbarkeit symbolisiert. Diese Gegenüberstellung etabliert unmittelbar einen Dialog zwischen irdischer Verletzlichkeit und himmlischer Transzendenz.
- Stil und Technik: Klimts charakteristischer Stil zeichnet sich durch den opulenten Einsatz von Blattgold aus, das mit größter Sorgfalt aufgetragen wurde, um schimmernde Oberflächen zu schaffen, die die Komposition dominieren. Er verwendet komplizierte geometrische Muster, die mit organischen floralen Motiven verwoben sind – ein Markenzeichen des Jugendstils –, um die visuelle Textur zu bereichern und das Gefühl dekorativen Prunks zu verstärken. Die Oberfläche des Gemäldes ist durch Pinselstriche strukturiert, was der stillen Szene Tiefe und Dynamik verleiht.
- Historischer Kontext: Entstanden während Klimts „Goldener Phase“, spiegelt „Engel mit Putto“ die breiteren künstlerischen Strömungen Wiens an der Wende zum neuen Jahrhundert wider. Der Symbolismus suchte danach, innere psychologische Zustände durch evokative Bilder auszudrücken – eine Reaktion auf den akademischen Realismus, der in den vorangegangenen Jahrzehnten vorherrschte. Gleichzeitig propagierte der Jugendstil fließende Linien und natürliche Formen als Ausdruck von Schönheit und Harmonie und lehnte die industrielle Ästhetik ab.
Symbolische Resonanz: Liebe, Fruchtbarkeit und göttliche Gnade
Die Symbolik des Gemäldes ist vielschichtig und tief in esoterischen Traditionen verwurzelt. Die nackten Frauen repräsentieren weibliche Verletzlichkeit und Empfänglichkeit – eine bewusste Anspielung auf die Jungfrau Maria –, während ihre verschlungenen Beine Einheit und Verbundenheit symbolisieren. Der Putto verkörpert göttliche Gnade und Fruchtbarkeit und steht für das Versprechen von Regeneration und spiritueller Erleuchtung. Die hochgehaltene Sphäre bedeutet Erleuchtung und Reinheit und hebt die Szene über das rein Physische hinaus.
- Die Farbpalette: Klimts meisterhafter Einsatz von Farben – primär Gold, Ocker und gedämpfte Rottöne – erzeugt einen hypnotisierenden visuellen Effekt. Gold symbolisiert Göttlichkeit, Reichtum und Unsterblichkeit und verstärkt den spirituellen Kern des Gemäldes. Die warmen Töne rufen Gefühle von Geborgenheit und Leidenschaft hervor und spiegeln die sinnliche Atmosphäre des Schlafzimmers wider.
- Geometrische Muster: Klimts geometrische Muster – Kreise, Quadrate und Dreiecke – sind nicht bloß dekorativ; sie repräsentieren zugrunde liegende Prinzipien von Ordnung und Harmonie. Diese Formen werden mit organischen floralen Motiven wie Rosen und Lilien kontrastiert, wodurch eine visuelle Spannung entsteht, die die Dualität des Gemäldes unterstreicht.
Emotionale Wirkung und Vermächtnis
„Engel mit Putto“ transzendiert seine formale Schönheit, um eine tiefgreifende emotionale Resonanz zu vermitteln. Es spricht Themen wie Liebe, Begehren, Spiritualität und Sterblichkeit an – Fragen, die Betrachter bis heute faszinieren. Klimts Fähigkeit, das Wesen der menschlichen Erfahrung durch symbolische Bildsprache einzufangen, festigte seinen Platz als einer der meistgefeierten Künstler Österreichs.
- Einfluss: Das Gemälde hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf nachfolgende Generationen von Künstlern und inspirierte Bewegungen wie den Expressionismus und den Surrealismus durch seine Erforschung psychologischer Tiefe und emotionaler Farbpaletten.
- Zeitgenössische Rezeption: Obwohl das Werk aufgrund der von Klimt wahrgenommenen Vulgarität – insbesondere im Hinblick auf die Darstellung weiblicher Nacktheit – anfangs auf Kontroversen stieß, erlangte es schnell Anerkennung für seinen künstlerischen Wert und seine dauerhafte Schönheit.
Heute befindet sich „Engel mit Putto“ im Stadtmuseum von Rijeka, Italien, als Zeugnis für Klimts Genie und die beständige Kraft der symbolistischen Kunst.
Ähnliche Kunstwerke
Biografie des Künstlers
Gustav Klimt: Leben, Kunst und Vermächtnis
Frühes Leben und Ausbildung (1862-1883)
- Geboren am 14. Juli 1862 in Baumgarten, nahe Wien, Österreich.
- Sohn von Ernst Klimt, einem Goldschmied, und Anna Finster. Die Familie sah sich mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert, was zu häufigen Umzügen innerhalb Wiens führte.
- Früben Talent: Zeigte schon früh zeichnerische Fähigkeiten, die durch den Beruf seines Vaters und familiäre künstlerische Neigungen gefördert wurden.
- Er studierte 1876 an der Wiener Kunstgewerbeschule (Schule für Angewandte Künste) Architekturmalerei bei Ferdinand Laufberger. Dies bot eine solide technische Ausbildung, aber auch die Exposition gegenüber traditionellen akademischen Stilen.
- Im Jahr 1877 gründete er mit seinem Bruder Ernst und Franz von Matsch die „Gesellschaft der Künstler“ und sichere Aufträge für dekorative Wandmalereien und Decken.
Die Gesellschaft der Künstler und Früher Erfolg (1883-1900)
- Arbeitete weiterhin mit der „Gesellschaft der Künstler“ nach dem Verlassen der Kunstgewerbeschule und erhielt Anerkennung für dekorative Projekte wie Wandmalereien im Theater von Karlsbad und Treppenhäuser im Burgtheater in Wien.
- Tragte zur Dekoration des Kunsthistorischen Museums in Wien bei, demonstrierte technische Fertigkeit, deutete aber auch auf ein Verlangen hin, künstlerische Zwänge zu brechen.
Die Decke der Universität Wien und Kontroversen (1900)
- Erfuhr um 1900 eine prestigeträchtige Beauftragung, Deckenmalereien für den Großen Saal der Universität Wien zu malen, die Philosophie, Jurisprudenz und Theologie darstellten.
- Kontroverse Werke: Die Wandmalereien, insbesondere *Philosophie*, wurden von Kritikern als provokativ und sogar pornografisch angesehen, was zu öffentlicher Empörung führte.
- Klimt lehnte nach der Kontroverse weitere öffentliche Aufträge ab und markierte damit einen Wendepunkt in seiner Karriere.
Die „Goldene Phase“ und künstlerische Reife (1901-1918)
- Betrat seine „goldene Phase“, die durch den luxuriösen Einsatz von Blattgold inspiriert vom byzantinischen Mosaik und mittelalterlichen illuminierten Handschriften gekennzeichnet war.
- Wichtige Werke: *Der Kuss* (1907-1908) veranschaulicht den opulenten Stil und die symbolische Fülle dieser Ära.
- *Porträts:* Porträts wie *Portrait of Adele Bloch-Bauer I* (1907) wurden sehr begehrt und zeigten seine Fähigkeit, sowohl physische Erscheinung als auch psychologische Tiefe einzufangen.
- Integriert zunehmend dekorative Elemente in Kompositionen und verwischte die Grenzen zwischen Malerei und Ornamentik.
Einflüsse und künstlerischer Stil
- Hans Makart: Frühe Bewunderung für den führenden Historienmaler Wiens beeinflusste seine anfängliche akademische Ausbildung.
- Japanische Kunst (Japonismus): Wurde tief von japanischen Holzschnitten beeinflusst, insbesondere durch ihre flache Perspektive, dekorative Muster und Betonung der Linie.
- Byzantinische Kunst: Der Einsatz von Blattgold und reicher Ornamentik in byzantinischen Mosaiken hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf seine „goldene Phase.”
- Stilmerkmale: Ein einzigartiges Zusammenspiel von Symbolismus, Jugendstil und dekorativen Elementen; kräftige Farben, komplizierte Muster und sinnliche Darstellungen der weiblichen Form.
Späte Jahre und Vermächtnis (1918)
- Malte weiterhin produktiv bis zu seinem Tod am 6. Februar 1918 durch einen Schlaganfall.
- Seine späteren Werke erforschten abstraktere Formen und Landschaften und zeigten eine kontinuierliche künstlerische Entwicklung.
- Historische Bedeutung: Wird als eine der wichtigsten Figuren in der österreichischen Kunstgeschichte und als einer führenden Vertreter des Wiener Secessions anerkannt. Seine Gemälde erzielen hohe Preise auf Auktionen, und sein Einfluss ist in der zeitgenössischen Kunst und im Design zu sehen.
- Das Kunsthistorische Museum Wien beherbergt eine bedeutende Sammlung seiner Werke und sichert so das Vermächtnis, das weiterhin inspiriert.
Gustav Klimt
1862 - 1918 , Österreich
Kurzinfos
- Beeinflusste Künstler: ['Egon Schiele']
- Bemerkenswerte Werke:
- Der Kuss
- Adele Bloch-Bauer I
- Geburtsdatum: 1862-07-14
- Geburtsort: Baumgarten, Österreich
- Künstlerische Einflüsse:
- Hans Makart
- Japanische Kunst
- Byzantinische Kunst
- Künstlerische Richtung: Wiener Secession
- Nationalität: Österreichisch
- Todatum: 1918-02-06
- Vollständiger Name: Gustav Klimt



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