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Beschreibung des Sammlerstücks
Ein Fenster zur Pariser Nacht: Eine Erkundung von Pierre Bonnards „Square in the Evening“
Pierre Bonnards „Square in the Evening“, entstanden um 1897–98, ist weit mehr als nur die Darstellung einer Straßenszene in der Dämmerung; es ist eine exquisit ausgearbeitete Destillation impressionistischer Ideale, durchdrungen von jener stillen Introspektion, die für Bonnards charakteristischen „intimistischen“ Stil so bezeichnend ist. Dieses Gemälde ist Teil von Vollards ehrgeiziger Serie „Quelques aspects de la vie de Paris“, deren Ziel es war, das Wesen des Pariser Lebens während der lebendigen Fin-de-Siècle-Ära einzufangen – einer Zeit voller künstlerischer Experimentierfreude und intellektuellem Aufbruch. Die Betrachtung dieses Kunstwerks offenbart Bedeutungsschichten, die weit über seine oberflächliche Schönheit hinausgehen, und lädt zur Kontemplation über Themen wie Einsamkeit, Wahrnehmung und die subtile Poesie der alltäglichen Augenblicke ein.- Gegenstand & Komposition: Bonnard verzichtet auf große Erzählungen und konzentriert sich stattdessen auf einen einfachen Platz, auf dem sich Figuren entlang einer von Gaslaternen beleuchteten Straße bewegen. Die bewusste Rahmung betont die Stille der Szene und bildet einen scharfen Kontrast zur implizierten Bewegung der Passanten – eine Technik, die die modernistische Beschäftigung mit dem Festhalten flüchtiger Eindrücke vorwegnimmt.
- Stil & Technik: Bonnards meisterhafter Einsatz von Farbe ist entscheidend für das Verständnis der emotionalen Resonanz dieses Werkes. Er verwendet eine Palette, die von gedämpften Gelb- und Orangetönen dominiert wird, welche das warme Leuchten des Lampenlichts widerspiegelung und gleichzeitig ein Gefühl von Melancholie vermitteln. Der Lithografiedruck – zu jener Zeit ein relativ neues Medium – ermöglichte nuancierte Tonabstufungen, die mit Ölfarben kaum erreichbar gewesen wären, und reproduzierte Bonnards feine Darstellung von Texturen und Formen getreu.
- Historischer Kontext: Das Gemälde entstand aus der aufstrebenden Bewegung der Nabis, angeführt von Künstlern wie Vuillard und Denis. Durch die Ablehnung des akademischen Formalismus suchten die Nabis danach, subjektive Erfahrungen durch Farbe und Form auszudrücken – ein radikaler Bruch mit den vorherrschenden künstlerischen Konventionen. Bonnards Werk fügt sich perfekt in dieses ästhetische Ethos ein und verkörpert den Geist der letzten Blüte des Impressionismus.
- Symbolik & Emotion: Über die visuellen Elemente hinaus spricht „Square in the Evening“ tiefe psychologische Anliegen an. Die einsamen Figuren verkörpern die Sehnsucht nach Verbindung inmitten urbaner Anonymität – ein Motiv, das sich durch Bonnards gesamtes Schaffen zieht. Die gedämpfte Farbpalette trägt zu einer Atmosphäre der stillen Betrachtung und unterdrückten Emotion bei und lädt den Betrachter ein, in die kontemplative Stimmung des Gemäldes einzutauchen.
- Vermächtnis & Einfluss: Bonnards „Square in the Evening“ inspiriert bis heute Künstler und Sammler gleichermaßen – ein Zeugnis seiner dauerhaften Schönheit und künstlerischen Bedeutung. Die akribische Liebe zum Detail und der evokative Einsatz von Farbe beispielhaft für Bonnards unerschütterliches Engagement, die ungreifbaren Qualitäten menschlicher Erfahrung einzufangen, und festigen seinen Platz als eine der bewegendsten Stimmen des Impressionismus.
Weitere Erkundungen & Empfehlungen zur Reproduktion
Um „Square in the Evening“ vollends zu würdigen, empfiehlt es sich, Bonnards umfassenderes künstlerisches Schaffen zu recherchieren und tiefer in die biografischen Details seines Lebens und seiner künstlerischen Einflüsse einzutauchen. Die leuchtende Farbpalette des Gemäldes eignet sich hervorragend für hochwertige Reproduktionen – insbesondere für Archivdrucke auf strukturiertem Papier, die Bonnards Originaltechnik originalgetreu wiedergeben. Die Wahl eines renommierten Kunstreproduktionsunternehmens stellt sicher, dass Sie ein Kunstwerk erwerben, das der Vision des Künstlers Respekt zollt und gleichzeitig Ihre eigene Inneneinrichtung bereichert.Ähnliche Kunstwerke
Biografie des Künstlers
Frühe Jahre und Karriere
Pierre Bonnard wurde am 3. Oktober 1867 in Fontenay-aux-Roses, im Département Hauts-de-Seine, geboren. Er entstammte einer wohlhabenden Familie; sein Vater war ein hoher Beamter im französischen Kriegsministerium. Bonnard zeigte früh künstlerisches Talent und besuchte zunächst das Lycée Louis-le-Grand und später das Lycée Charlemagne in Vanves. Obwohl er von seinem Vater dazu gedrängt wurde, eine Karriere im Staatsdienst anzutreten, entschied sich Bonnard für die Kunst. Er studierte Jura, um seinen Vater zufriedenzustellen, begann aber gleichzeitig mit dem Studium an der Académie Julian und der École des Beaux-Arts, wo er Freundschaften mit anderen Künstlern wie Édouard Vuillard schloss.Die Nabi-Bewegung und Postimpressionismus
Um 1891 lernte Bonnard Toulouse-Lautrec kennen und begann, seine Werke auf Ausstellungen zu zeigen. Er engagierte sich auch in der Zeitschrift *La Revue Blanche*, für die er Frontispizien entwarf. Bonnard war ein Gründungsmitglied der Nabi-Bewegung (*Les Nabis*), einer Gruppe von Künstlern, die sich gegen den Impressionismus wandten und nach neuen Ausdrucksformen suchten. Die frühen Werke Bonnards zeigen den Einfluss japanischer Holzschnitte und Paul Gauguins. Er entwickelte einen eigenen Stil, der durch eine Vereinfachung der Formen und eine Verwendung flacher Farbflächen gekennzeichnet ist.Intimität und häusliche Szenen
Bonnard bevorzugte es, aus dem Gedächtnis zu malen und nutzte Skizzen als Referenzmaterial. Dies verlieh seinen Bildern eine traumartige Qualität. Er widmete sich vor allem intimen häuslichen Szenen, oft mit seiner Frau Marthe de Meligny als Modell. Diese Darstellung des Alltäglichen und Intimen brachte ihm den Beinamen "Intimisten" ein. Bonnard konzentrierte sich auf die Wiedergabe von Lichtstimmungen und Farbkombinationen, wobei er die Perspektive oft vernachlässigte.Spätere Jahre und künstlerische Entwicklung
In den 1910er Jahren zog Bonnard nach Vernonnet in der Normandie, wo er das Haus "La Roulotte" kaufte. Hier schuf er zahlreiche Gemälde, inspiriert von der Landschaft und dem Garten. Er pflegte eine enge Freundschaft zu Claude Monet, der ebenfalls in Giverny lebte. Bonnards Farbpalette wurde zunehmend intensiver und leuchtender. Nach Monets Tod zog Bonnard nach Le Cannet an der Côte d'Azur, wo er bis zu seinem Tod am 23. Januar 1947 lebte. Er vollendete sein letztes Gemälde, *Die Mandeltraube in Blüte*, nur wenige Tage vor seinem Ableben.Bedeutung und Vermächtnis
Pierre Bonnard gilt als einer der bedeutendsten französischen Maler des frühen 20. Jahrhunderts. Sein Werk zeichnet sich durch eine einzigartige Sensibilität für Farbe und Licht aus. Er trug maßgeblich zur Entwicklung des Postimpressionismus bei und beeinflusste nachfolgende Künstlergenerationen. Bonnards Gemälde sind heute in zahlreichen renommierten Museen weltweit zu sehen, darunter das Musée Marmottan Monet in Paris und das Art Institute of Chicago.Pierre Bonnard
1867 - 1947 , Frankreich
Kurzinfos
- Beeinflusste Künstler/Bewegungen: ['Intimismus']
- Bemerkenswerte Werke:
- Frau in kariertem Kleid (1890)
- Die Mandeltraube in Blüte
- Einflussreiche Künstler:
- Paul Gauguin
- Hokusai
- Geburtsdatum: 03. Oktober 1867
- Geburtsort: Fontenay-aux-Roses, Frankreich
- Künstlerische Bewegung: Postimpressionismus, Nabi
- Nationalität: Französisch
- Sterbedatum: 23. Januar 1947
- Vollständiger Name: Pierre Bonnard



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