100 Tage Geld-zurück-Garantie Weltweit versandkostenfrei
646.446Kunstwerke 53.409Künstlerinnen und Künstler 5.406Museen 32Sprachen

Georg Daubner

1865 - 1926

Key facts

  • Lifespan: 61 years
  • Died: 1926
  • Nationality: Deutschland
  • Also known as:
    • Georg Friedrich Alexander Daubner
    • Georg Daubner
  • Museums on this site: Musée d’Art Moderne et Contemporain de Strasbourg
  • Art period: – 19. Jahrhundert

Frühes Leben, Familie und Ausbildung

Georges Daubner wurde am 19. November 1865 in Berlin geboren. Er wuchs in einem Haushalt auf, in dem das Theater eine ständige Präsenz war, da sein Vater, Friedrich Daubner, als Theaterinspektor tätig war. Diese familiäre Verbindung zur Bühne dürfte die frühe Richtung seines Lebens maßgeblich geprägt haben. Bereits im Alter von 16 Jahren trat Georges Daubner durch eine Lehre in der Dekorationswerkstatt des Berliner Hoftheaters in die professionelle Welt ein.

Während seiner Zeit an der Staatsoper Unter den Linden studierte er bei dem Maler Julius Lechner. Diese Phase der formalen Ausbildung vermittelte ihm das technische Fundament für Bühnenbild und Dekoration. Während sein beruflicher Weg in den Werkstätten der Oper geformt wurde, wandte sich sein Blick auch der Natur zu. Georges Daubner brachte sich die Landschaftsmalerei selbst bei und entwickelte seine Fähigkeiten in diesem Genre parallel zu seinem formellen Studium der Theaterdekoration.

Karriere in Straßburg

Im Jahr 1892 fand Daubners Leben eine tiefe Verwurzelung in Straßburg. Er trat der städtischen Kunstschule bei, der er über drei Jahrzehnte lang angehörte. Als Professor an der École des Arts décoratifs de Strasbourg gab er sein technisches Wissen in verschiedenen spezialisierten Unterrichtsstunden weiter. Sein pädagogisches Wirken war dabei äußerst vielseitig: Es reichte von den praktischen Aspekten der dekorativen Malerei und dem Bühnenbild bis hin zu einem speziellen Kurs für Damen. Er war eine beständige Größe in der Bildungslandschaft der Stadt und prägte bis zum Jahr 1925 die Fähigkeiten zahlreicher Schüler.

Sein Einfluss reichte weit über das Klassenzimmer hinaus und floss direkt in das kulturelle Gefüge der Region ein. Im Jahr 1905 wurde er Mitbegründer der Maison d’art alsacienne, ein Schritt, der maßgeblich zur Stärkung der künstlerischen Gemeinschaft in der Region beitrug. Diese Lebensphase war geprägt von einer harmonischen Balance zwischen der Lehrtätigkeit und der künstlerischen Praxis. Er verstand sich dabei nicht bloß als Instruktor, sondern als aktiver Mitgestalter jener Institutionen, die das kreative Leben der Stadt definierten.

Von 1908 bis zu seinem Tod im Jahr 1926 bekleidete Daubner eine bedeutende Position am Straßburger Stadttheater. Als Leiter der Dekorationswerkstatt verantwortete er die visuellen Elemente, die für die Bühne erforderlich waren. Sein Wirken im Theater war weitreichend und trug maßgeblich zur visuellen Identität mehrerer großer Produktionen bei, darunter:

  • Noces de Figaro
  • Parsifal
  • La Flûte enchantée
  • La Damnation de Faust

Künstlerischer Stil und Sujets

Durch seinen Pinsel führte Daubner ein Doppelleben, indem er sich ständig zwischen der monumentalen Weite der Bühne und der stillen Ruhe der Natur bewegte. Als Landschaftsmaler fand er eine besondere Affinität zu den wechselnden Jahreszeiten; oft galt sein Blick der klaren, frischen Atmosphäre des Herbstes oder den kargen, stillen Texturen des Winters. Er besaß die Gabe, die subtile Bewegung von Flussufern einzufangen, wobei er sich auf das Wechselspiel von Licht und Wasser in jenen Übergangsräumen konzentrierte. Seine Landschaften waren weit mehr als bloße Kulissen; sie waren Reflexionen der ganz spezifischen Stimmungen, die man in der deutschen und der französischen Landschaft finden kann.

Diese Sensibilität für die Atmosphäre übertrug sich unmittelbar auf sein Schaffen als Bühnenbildner. Bei der Gestaltung der Sets für das Stadttheater von Straßburg war er für seinen Erfindungsgeist und einen raffinierten Sinn für Ästhetik bekannt, der dramatische Welten zum Leben erweckte. Seine Bühnenbilder waren keine einfachen Hintergründe, sondern sorgfältig konstruierte Umgebungen, die der emotionalen Tiefe der erzählten Geschichten gerecht wurden. Er prägte die visuelle Identität mehrerer bedeutender Produktionen, darunter:

  • Noces de Figaro
  • Parsifal
  • La Flûte enchantée
  • La Damnation de Faust

Ob er nun an einer gewaltigen Leinwand arbeitete oder an einem theatralischen Hintergrund – seine Handschrift blieb stets unverwechselbar. Er besaß das Talent, sowohl das Expansive als auch das Intime darzustellen, fähig, die Unermesslichkeit einer Bergansicht ebenso zu bändigen wie die filigranen Details, die ein Bühnenbild erfordert. Diese Vielseitigkeit erlaubte es ihm, eine zentrale Figur im künstlerischen Leben Straßburgs zu bleiben und die Brücke zwischen dem öffentlichen Spektakel der Oper und der privaten Kontemplation einer Landschaftsmalerei zu schlagen.

Hauptwerke und Sammlungen

In Daubners Gemälden offenbart sich oft die stille, meditative Ruhe der Natur, die sich von den sanften Ufern der Flüsse bis hin zum rhythmischen Wechsel der Jahreszeiten erstreckt. Ein herausragendes Werk aus dem Jahr 1908 ist Haut-Koenigsbourg, eine Komposition, die seine tiefe Verbundenheit mit den Landschaften der Region widerspiegelt. Seine außergewöhnliche Gabe, die flüchtige Atmosphäre von Herbst und Winter auf die Leinwand zu bannen, hat dazu geführt, dass sein Schaffen in bedeutenden Institutionen dauerhaften Bestand gefunden hat. Seine Gemälde sind heute in den Sammlungen des Musée d’Art Moderne et Contemporain de Strasbourg zu bewundern, und auch in den Museen von Zürich und Metz ist sein künstlerisches Erbe lebendig präsent.

Über seine Studien der Landschaft hinaus umfasste sein künstlerisches Schaffen eine Vielfalt an Motiven, die sowohl seine unmittelbare Umgebung als auch sein professionelles Wirken widerspiegelten. Sein Werk Wildenstein gilt bis heute als ein anerkannter Teil seines Vermächtnisses. Während ein großer Teil seines Schaffens ursprünglich für die Bühne oder den Unterricht bestimmt war, haben diese spezifischen Gemälde überdauert und gewähren uns heute einen kostbaren Einblick in seine ganz persönliche visuelle Sprache. Seine Kompositionen wurden regelmäßig in Galerien in Berlin, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Zürich ausgestellt und erreichten damit ein Publikum, das weit über seine Heimat in Straßburg hinausging.

Späte Jahre und Tod

In den letzten Jahren seines Lebens blieb Georges Daubner tief in der Gemeinschaft von Straßburg verwurzelt. Sein Privatleben war geprägt von der Hochzeit mit Lucie Schaller am 7. September 1896, einer Verbindung, die in jener Stadt geschlossen wurde, in der er sich auch sein professionelles Ansehen erarbeitet hatte. In dieser Lebensphase fand er eine feine Balance zwischen seinen Verpflichtungen als Pädagoge und seiner Tätigkeit als Bühnenbildner für das Stadttheater, wodurch er eine beständige Präsenz in der lokalen Kulturlandschaft wahrnahm.

Das Jahr 1926 erwies sich als ein bedeutendes Jahr für sein Vermächtnis. Eine Retrospektive seiner Werke wurde in der Galerie Sigel veranstaltet und bot die Gelegenheit, über die enorme Bandbreite seines Beitrags sowohl zum Theaterbühnenbild als auch zur Landschaftsmalerei zu reflektieren. Diese Zusammenkunft seines Schaffens fand genau in dem Moment statt, als sein Leben sich dem Ende zu neigte. Er verstarb am 5. April 1926 in Straßburg.

Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Cimetière Saint-Louis in Robertsau. Er bleibt eine Figur, die untrennbar mit der Geschichte der Region verbunden ist und ein Werk hinterlässt, das sich von den prachtvollen Bühnen des Theaters bis hin zu den stillen, jahreszeitlichen Wandlungen der natürlichen Welt erstreckt.

Fragen & Antworten

In welche Zeitperioden lässt sich die Karriere von Georg Daubner unterteilen?

Die Karriere von Georg Daubner entfaltet sich Epoche für Epoche auf der Werdegang-Seite des Künstlers: eine horizontale Zeitachse der Kunstwerke, gruppiert in Kapitel nach Schaffensperioden.

Wie viele Kunstwerke von Georg Daubner können durchstöbert werden?

Sie können 2 Kunstwerke Werke von Georg Daubner auf der Seite Alle Kunstwerke durchstöbern.

Woher kommt Georg Daubner?

Georg Daubner wurde in Deutschland geboren.

In welcher Stadt und in welchem Land wurde Georg Daubner geboren?

Georg Daubner wurde in Berlin, Deutschland, geboren.

Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wo wurde Georges Daubner geboren?
Frage 2:
In welcher Stadt war Daubner ab 1892 als Lehrer an der städtischen Kunstschule tätig?
Frage 3:
Was war die primäre Ausbildung von Georges Daubner im Alter von 16 Jahren?
Frage 4:
Welches dieser Werke ist im Katalog auf das Jahr 1908 datiert?
Frage 5:
In welchem Jahr verstarb Georges Daubner?