30 Tage Geld-zurück-Garantie Weltweit versandkostenfrei
448.429Kunstwerke 30.637Künstlerinnen und Künstler 4.753Museen 32Sprachen
Währung
Sprache
Atelier · Gegründet 2015 · Paris, Frankreich
AllPaintingsStore
allpaintingsstore.com
Konto Wunschliste Warenkorb

Nicola Costantino

Kurzinfos

  • Copyright status: Under copyright
  • Also known as: Nicola Constantino
  • Museums on APS:
    • Fubon Art Foundation Very Fun Park
    • Fubon Art Foundation Very Fun Park
    • Fubon Art Foundation Very Fun Park
    • Fubon Art Foundation Very Fun Park
    • Fubon Art Foundation Very Fun Park
  • Top-ranked work: Human Furriery
  • Nationality: Argentinien
  • Mehr…
  • Works on APS: 1
  • Top 3 works: Human Furriery
  • Art period: Zeitgenössische Kunst
  • Born: 1964, Rosario, Argentinien

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
In welcher Stadt wurde Nicola Costantino geboren?
Frage 2:
Welches Thema wird in Nicola Constantinos Kunstwerke besonders erforscht?
Frage 3:
In welchem Jahr nahm Nicola Costantino an der São Paulo Biennial teil?
Frage 4:
Welches Material nutzte Costantino besonders für ihre Skulpturen, um menschliche Körperteile nachzubilden?
Frage 5:
Wo wird eine ihrer Werke, *Eva-Argentina*, derzeit ausgestellt?

Nicola Costantino: Ein Bildhauer der Körpergeheimnisse

Nicola Costantino, geboren in Rosario, Argentinien, im Jahr 1964, ist eine tiefgründige und eindringliche multidisziplinäre Künstlerin, deren Werk konsequent traditionelle Vorstellungen von Schönheit, Identität und der Beziehung zwischen Mensch und Tier in Frage stellt. Ihre künstlerische Entwicklung, geprägt von einer unerbittlichen Erforschung des Körpers – sowohl ihres eigenen als auch des anderer Menschen – in Verbindung mit feministischen Perspektiven und einer Faszination für historische Figuren, hat sie zu einer der bedeutendsten zeitgenössischen Stimmen Argentiniens gemacht. Costantinos künstlerischer Weg begann im Kontext der Berufe ihrer Familie: Ihr Vater, ein Chirurg, ermöglichte Zugang zur intimen Welt der Operationssäle, während ihre Mutter’s Bekleidungsfabrik ihr Verständnis von Textilien und Konstruktion vermittelte – Elemente, die sie später in ihrer einzigartigen Praxis zentral werden sollten. Diese doppelte Erbschaft prägte ihre frühen Werke maßgeblich, insbesondere in *Peletería con piel humana* (Human Furriery), einer Reihe sorgfältig gefertigter Kleidungstücke aus Silikon-Gussformen menschlicher Haut, die die Grenzen zwischen Mode, Skulptur und anatomischem Studium verwischen.

Silikon und die Enthüllung des Körpers

Costantinos Durchbruch gelang ihr mit der innovativen Verwendung von Silikon – einem Material, das sie zunächst durch industrielle Prozesse erlernte, die während ihrer Erkundung von Fertigungstechniken stattfanden. Dieses Medium ermöglichte es ihr, bemerkenswert realistische Repliken menschlicher Körperteile zu schaffen, oft mit einer erschreckenden Sinnlichkeit versehen. Die resultierenden Skulpturen und tragbare Kunstwerke, die häufig Nabeln, Nippel und Gesäß darstellen, sind zweifellos provokativ, operieren aber innerhalb eines komplexen Rahmens, der weit über reine Sensationslust hinausgeht. Wie in der Katalogbeschreibung des Liverpooler Biennals dokumentiert, geht Costantinos Werk nicht nur darum, den Körper zu bloßlegen; es ist eine Auseinandersetzung mit seiner Darstellung, seiner Kommodifizierung und seiner inhärenten Verletzlichkeit. Die Transformation menschlicher Formen in ledere ähnliche Materialien, die Haut imitieren, aber verborgene anatomische Details offenbaren, erzeugt eine paradoxe Umkehrung – eine bewusste Störung konventioneller Schönheitsstandards und eine Herausforderung für die Erwartungen des Betrachters. Diese Technik verweist auf Vorläufer in der Kunstgeschichte, wie Marcel Duchamp und Yves Klein, sowie auf *arte povera*-Künstler, die die Materialität des Körpers erforschten.

Feministische Themen und historische Personifikationen

Im Laufe ihrer Karriere hat Costantino konsequent eine feministische Perspektive angewendet, um Themen von Macht, Sexualität und Identität zu untersuchen. Ihre Werke enthalten oft historische Figuren – insbesondere Eva Perón – neu interpretiert aus einer zeitgenössischen Sichtweise. Die Installation *Rapsodia Inconclusa* (Unfinished Rhapsody) im Rahmen der Venier Biennale 2013 ist ein eindrucksvolles Beispiel: eine panoramische Videobra in der Evitas Kleidung, Gesten und sogar die Texturen ihrer Haut mit Silikon-Gussformen nachgebildet. Dieses ehrgeizige Projekt feierte nicht nur eine mächtige weibliche Ikone, sondern hinterfragte auch die Konstruktion von Prominenten und die Art und Weise, wie Frauenkörper historisch dargestellt und kontrolliert werden. Darüber hinaus verwendet Costantino in ihrer selbstreflexiven Fotografie und Videokunst – beispielsweise in *Trailer* (2010) – ihren eigenen Körper als Thema und erforscht Themen wie Performance, Verletzlichkeit und die Beziehung der Künstlerin zu ihrem eigenen Bild.

Internationale Anerkennung und künstlerische Entwicklung

Costantinos Werk hat erhebliche internationale Anerkennung gefunden, mit Ausstellungen in renommierten Institutionen wie dem Museum of Modern Art in New York, dem Centro Cultural Recoleta in Buenos Aires und an Veranstaltungsorten in ganz Europa und Asien. Ihre Teilnahme an der Venier Biennale (2013) markierte einen Wendepunkt in ihrer Karriere und festigte ihre Position als eine der führenden zeitgenössischen argentinischen Künstlerinnen. Ihr Werk befindet sich auch in bedeutenden privaten und öffentlichen Sammlungen, darunter die Colección Balanz, was seine dauerhafte Bedeutung und kritische Anerkennung unterstreicht. Costantinos künstlerischer Ansatz hat sich im Laufe der Zeit erheblich weiterentwickelt und umfasst Skulptur, Kleidung, mechanische Objekte, Installationen, Fotografie und Videokunst. Sie experimentiert kontinuierlich mit neuen Techniken – von Molekulargastronomie bis Gelierung –, die die Grenzen ihrer kreativen Erkundung erweitern und gleichzeitig ihre zentrale Beschäftigung mit dem Körper als Thema beibehalten.

Ein Vermächtnis der Provokation und Schönheit

Costantinos Vermächtnis liegt nicht nur in der provokativen Natur ihrer Kunst, sondern auch in ihrem tiefgreifenden Engagement für grundlegende Fragen des menschlichen Daseins, der Identität und der Beziehung zwischen dem Körperlichen und dem Symbolischen. Ihre Werke fordern die Betrachter heraus, ihre eigenen Annahmen über Schönheit, Sexualität und die Darstellung des Körpers zu hinterfragen und eine kritische Reflexion darüber anzustoßen, wie diese Konzepte durch kulturelle Normen, historische Erzählungen und künstlerliche Konventionen geformt werden. Ihre fortwährende Erforschung dieser Themen gewährleistet, dass ihre Kunst auch in Zukunft relevant und fesselnd bleiben wird.