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      Atelier · Gegründet 2015 · Paris, Frankreich
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      Paolo De Matteis

      1662 - 1727

      Kurzinfos

      • Top-ranked work: The Choice of Hercules
      • Copyright status: Public domain
      • Born: 1662, Piano Vetrale, Italien
      • Nationality: Italien
      • Museums on APS:
        • High Museum of Art
        • Musée des Beaux-Arts
        • MArTA - Museo Archeologico Nazionale di Taranto
        • Ashmolean Museum of Art and Archaeology
        • Durham University
      • Also known as: Paolo Di Matteis
      • Works on APS: 28
      • Mehr…
      • Lifespan: 65 years
      • Topics explored: arts
      • Died: 1727
      • Art period: – Frühe Neuzeit
      • Top 3 works:
        • The Choice of Hercules
        • Painting of Our Lady of Sorrows
        • St. Nicolas of Bari Felling a Tree Inhabited by Demons
      • Typical colors: espresso
      • Color intensity:
        • ausgewogen
        • monochrom

      Der neapolitanische Visionär: Der Aufstieg des Paolo de Matteis

      In der lebendigen, sonnendurchfluteten Landschaft des Italiens des siebzehnten Jahrhunderts begann aus der bescheidenen Umgebung von Piano Vetrale ein neues Licht zu strahlen. Paolo de Matteis, ein Künstler, dessen Name bald synonym mit der opulenten Pracht des Barock werden sollte, begab sich auf eine Reise, die die visuelle Identität von Neapel und Rom neu gestalten sollte. Seine frühen Jahre waren geprägt von einer strengen Ausbildung unter Francesco di Maria, doch erst seine tiefgreifende Lehrzeit bei dem legendären Luca Giordano entfachte wahrhaftig seinen schöpferischen Geist. Von Giordano erbte de Matteis die Meisterschaft der illusionistischen Malerei und lernte, Licht und Schatten – das dramatische Chiaroscuro – so zu manipulieren, dass immersive Welten entstanden, die innerhalb ihrer Rahmen zu atmen schienen.

      Während er sich durch die Komplexitäten des Hofes des spanischen Vizekönigs bewegte, begann sein Werk eine einzigartige Synthese aus Theatralik und Anmut widerzuspiegeln. Er malte nicht bloß Szenen; er erschuf Spektakel. Seine Fähigkeit, durch Bewegung und Perspektive komplexe Erzählungen zu weben, erlaubte es ihm, mit seinem Pinsel das eigentliche Wesen der Frömmigkeit und des Dramas jener Ära einzufangen.

      Eine kontinentale Evolution: Vom Barockdrama zur Rocaille-Eleganz

      Die Flugbahn von de Matteis' Karriere wurde durch seinen transformativen Aufenthalt in Paris zwischen 1702 und 1705 maßgeblich verändert. Diese Zeit der internationalen Erfahrung wirkte wie ein Schmelztiegel für seinen Stil, da er die aufstrebenden Trends der französischen Kunstszene in sich aufnahm. Das schwere, dramatische Gewicht des traditionellen Barock begann sich zu mildern und machte Platz für eine raffiniertere, zartere Sensibilität, die bereits auf die herannahende Ära der Rocaille hindeutete. Diese Entwicklung findet sich wunderschön in Werken wie Apollo und Daphne wieder, wo die mythologische Spannung von Ovids Erzählung sowohl mit energetischer Bewegung als auch mit einer zunehmend anspruchsvollen Leichtigkeit dargestellt wird.

      Nach seiner Rückkehr nach Neapel brachte de Matteis eine erneuerte Vision mit sich. Er widmete sich monumentalen Dekorationsprogrammen, die sakrale Räume in himmlische Visionen verwandelten. Seine Arbeit am prächtigen Gewölbe von San Ignazio in der Gesù Nuovo steht als Zeugnis dieser Epoche, in der seine Pinselführung Stein und Putz in eine atemberaubende Weite göttlichen Lichts verwandelte.

      Ein Vermächtnis, eingraviert in Gold und Licht

      Die bleibende Bedeutung von Paolo de Matteis liegt in seiner Rolle als Brücke zwischen zwei großen künstlerischen Epochen. Er besaß die seltene Fähigkeit, die dramatische Intensität seiner Vorgänger zu ehren und gleichzeitig die Eleganz der Zukunft anzunehmen. Seine religiösen Kompositionen, wie etwa Unsere Liebe Frau der Schmerzen, wirken durch ihre reichen Texturen und symbolische Tiefe bis heute nach und laden den Betrachter in einen Zustand tiefer Kontemplation ein.

      • Meisterschaft der illusionistischen Freskentechniken, welche die architektonischen Grenzen erweiterten.
      • Eine entscheidende Rolle beim Übergang der neapolitanischen Kunst von der barocken Theatralik zur Rocaille-Raffinesse.
      • Die Schaffung dauerhafter mythologischer und religiöser Ikonen, welche die Ästhetik des achtzehnten Jahrhunderts definierten.

      Kunst-Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      Q1
      Frage 2:
      Q2
      Frage 3:
      Q3