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Eckdaten

  • Featured artists:
    • Bernardo Strozzi
    • Salvator Rosa
    • David Teniers the Younger
    • Peter Lely
    • Ferdinand Bol
  • Alternate names: Kedleston Hall
  • Works on APS: 79

Die Geschichte von Kedleston Hall

Die Präsenz der Familie Curzon in Kedleston Hall ist in den Annalen tief verwurzelt; ihre Herrschaft über das Anwesen reicht mindestens bis in das Jahr 1297 zurück. Über Jahrhunderte hinweg bewirtschaftete die Familie das Land, doch die Landschaft erlebte in der Mitte des 18. Jahrhunderts eine tiefgreifende Metamorphose. Im Jahr 1759 traf Nathaniel Curzon die weitreichende Entscheidung, das mittelalterliche Dorf Kedleston zu verlegen, um Platz für den Bau eines neuen Herrenhauses zu schaffen. Dieser Akt der Umsiedlung ebnete den Weg für eine weitaus grandiosere Vision des Anwesens – eine Vision, die seinen Charakter über Generationen hinweg prägen sollte.

Das heutige Herrenhaus wurde 1759 von Sir Nathaniel Curzon in Auftrag gegeben. Es wurde mit einer palladianischen Fassade und neoklassizistischen Innenräumen entworfen, wodurch ein Bauwerk entstand, das die architektonischen Ambitionen jener Ära in vollendeter Weise widerspiegelt. Obwohl das Haus konzipiert wurde, um den Einfluss seines Mäzens zu zelebrieren, blieb es stets ein lebendiger Ort des Wohnens. Selbst als das Anwesen im Jahr 1987 in die Obhut des National Trust überging, blieb die Verbindung zur Familie ununterbrochen bestehen, da die Familie Curzon bis heute einen Flügel des Hauses bewohnt.

Architektur und grandioses Design

Das heutige Bauwerk wurde im Jahr 1759 von Sir Nathaniel Curzon, dem späteren 1. Baron Scarsdale, in Auftrag gegeben. Errichtet zwischen 1759 und 1763, spiegelt das Anwesen die kultivierte Ästhetik und das feine Gespür seiner Epoche wider. Während Robert Adam als der maßgebliche Entwerfer gilt, floss auch das Wissen der palladianischen Architekten James Paine und Matthew Brettingham in dieses monumentale Projekt ein. Der zentrale Teil der Südfassade lässt sich direkt vom Konstantinsbogen in Rom inspirieren; ein gewaltiges, dreieckiges Giebelfeld thront über einem Portikus aus acht Säulen, während klassische Statuen die Erhabenheit des Bauwerks über sich vollenden.

Im Inneren dominiert die Marminhalle den Raum mit einer fast ehrfurchtgebietenden Präsenz. Mit ihren Maßen von etwa 20 mal 11 Metern und einer beeindruckenden Deckenhöhe von 12 Metern entfaltet sie eine unvergleichliche Weite. Das Licht flutet die Halle durch ein innovatives Glas-Oberlicht im Dach – ein mutiger Bruch mit den konventionellen Fenstern, die man sonst in derartigen Entwürfen findet. Diese architektonische Entscheidung lässt das Licht auf magische Weise mit der monumentalen Dimension des Raumes und dem kunstvoll eingelegten italienischen Marmor des Bodens in einen Dialog treten.

Die prachtvollen Staatsgemächer

Die Marmorhalle bleibt eines der glanzvollsten Ensembles des 18. Jahrhunderts in ganz England. Sie nimmt eine zentrale Stellung innerhalb des Hauses ein, geprägt durch ihre monumentale Dimension und den kostbaren italienischen Marmor, der den Boden unter den Füßen ziert. Das Licht flutet in den Raum durch ein innovatives Glas-Oberlicht, das den Saal direkt vom Dach aus erhellt, anstatt auf die konventionellen Fenster zu setzen. Dieses architektonische Meisterwerk schafft eine Atmosphäre der Weite und Offenheit, die das Interieur unmittelbar mit dem weiten Himmel darüber verbindet.

Der im Jahr 1763 fertiggestellte Salon präsentiert sich als ein kreisförmiger Raum von beeindruckender Breite. Er wurde gezielt als Skulpturengalerie konzipiert, um einen würdigen Ort für die Präsentation erlesener Kunstwerke zu schaffen. Unmittelbar angrenzend befindet sich das Salonzimmer, ein Raum von imposanter Dreidimensionalität. Ein großes venezianisches Fenster aus Alabaster dominiert diesen Raum, während auch die Türfassung aus demselben edlen Material gefertigt ist – ein gestalterisches Element, das eine harmonische materielle Einheit durch die gesamte Suite zieht.

Die Parklandschaft und die Gärten

Das weitläufige Anwesen erstreckt sich über mehr als 800 Acres einer klassischen Landschaft im italienischen Stil. Inmitten dieser gewaltigen Weite wird ein formeller, im Stil des 18. Jahrhunderts gestalteter Lustgarten durch einen sogenannten Ha-Ha – eine versenkte Mauer – definiert, der einen nahtlosen Übergang zwischen den gepflegten Gartenanlagen und der weitläufigen Parklandschaft schafft. Eine Kette von fünf Seen wird dabei von einer Serie von Kaskaden begleitet, die dem Wasser über das gesamte Gelände hinweg eine rhythmische, fast tänzerische Bewegung verleihen.

Die Brücke und die Kaskade bilden ein zentrales, unverzichtbares Element dieser Landschaft. Ursprünglich im Jahr 1761 von Robert Adam als Bauwerk mit nur einem Bogen entworfen, wurde die Struktur im Jahr 1764 grundlegend umgestaltet. Das Ergebnis sind die heute sichtbaren drei Bögen, die zwischen 1770 und 1771 fertiggestellt wurden. Die Brücke besticht durch ihre drei Rundbogen-Spannweiten, die mit kunstvoll geformten Profileisten verziert sind. In den Zwickeln finden sich kannelierte Rundelmedaillons, während die Pfeiler durch nischenartige Vertiefungen und ein profiliertes Schwellenband eine elegante Akzentuierung erfahren.

Die Sammlung der Familie Curzon

Das Anwesen wurde einst als ein Palast konzipiert, der dazu bestimmt war, meisterhafte Gemälde, Skulpturen und exquisite Möbelstücke in seiner vollen Pracht zu präsentieren. Inmitten seiner geschichtsträchtigen Mauern ruht eine gewaltige Sammlung dieser Kunstwerke, die ein tiefes Gefühl historischer Kontinuität heraufbeschwört. Die Präsenz von Werken von Peter Lely und Bernardo Strozzi verleiht den Räumen eine würdevolle, fast ehrfurchtgebietende Schwere; sie ermöglichen eine unmittelbare Begegnung mit der lebendigen Pinselführung des siebzehnten Jahrhunderts. Diese Gemälde sind weit mehr als bloße Dekoration – sie sind physische Zeugen der Zeit, die die Räume fest in ihrem ursprünglichen, prachtvollen Kontext verankern.

Ein besonderes Merkmal der prunkvollen Repräsentationsräume ist das Möbelwerk, das durch seinen markanten, aquamarinblauen Farbton besticht – ein Ton, der den Charakter der Innenräume maßgeblich prägt und ihnen eine ganz eigene visuelle Identität verleiht. Doch über die europäischen Traditionen hinaus birgt das Anwesen einen wahren Schatz an faszinierenden Objekten, die Lord Curzon auf seinen weitläufigen Reisen durch Asien zusammengetragen hat. Diese Kostbarkeiten eröffnen eine völlig neue Perspektive auf die enorme Bandbreite der familiären Interessen und stehen in einem spannenden Dialog mit den klassischen und barocken Traditionen des Hauses.

Besuch des Anwesens

Das Anwesen liegt in der Nähe von Quarndon, Derby, in Derbyshire, DE22 5JH, etwa 4 Meilen nordwestlich von Derby. Für Reisende, die mit dem Zug, dem Bus oder dem Fahrrad anreisen, bereitet Kedleston Hall eine kostenlose Heißgetränk-Verpflegung vor. Als Zeichen der Wertschätzung für umweltfreundliche Anreisen sind die weitläufigen Parkanlagen und Grundstücke für alle Besucher, die mit diesen grüneren Verkehrsmitteln ankommen, offen zugänglich.

Ein Ort der Erholung findet sich im Restaurant, das in der prachtvollen Great Kitchen untergebracht ist. In diesen Räumlichkeiten, in denen einst opulente Bankette für die Familie Curzon und ihre hochgeschätzten Gäste zubereitet wurden, bietet sich heute ein wunderbarer Ort für eine kulinarische Pause. Das Anwesen ist zudem als zweipfoten-zertifiziert eingestuft, was es zu einem idealen Ziel für Besuche mit Hunden macht. Dennoch bleiben die majestätische Landschaft und das historische Haus das Herzstück, das das Erlebnis dieses geschichtsträchtigen Ortes erst vollkommen macht.

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wer war der Architekt, der für die Gestaltung von Kedleston Hall verantwortlich war?
Frage 2:
Welche Familie lebt seit mindestens dem 13. Jahrhundert in Kedleston?
Frage 3:
Wer ist der derzeitige Eigentümer von Kedleston Hall?
Frage 4:
In welcher Grafschaft befindet sich Kedleston Hall?
Frage 5:
Die Marmorthalle in Kedleston Hall wird als in welchem Stockwerk des Hauses befindlich beschrieben?

Liste der Kunstwerke in Kedleston Hall

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