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Eckdaten

  • Works on APS: 76
  • Alternate names:
    • Kunsthandel P. de Boer B.V.
    • N. V. Kunsthandel P. de Boer
  • Featured artists:
    • Piet Mondrian
    • Judith Leyster
    • Quinten Metsys
    • Willem Kalf
    • Jan De Bray

Ursprung und Geschichte von Kunsthandel P. de Boer

Die Geschichte des Kunsthandel P. de Boer begann im Jahr 1922, als Piet de Boer die Grundsteine für eine Institution legte, die heute als feste Größe in der Kunstwelt gilt. In der pulsierenden Metropole Amsterdam gegründet, widmete sich die Galerie von Beginn an mit Leidenschaft und tiefer Expertise der Spezialisierung auf niederländische und flämische Meisterwerke des Alten Meisters. In den prägenden Anfangsjahren wurde das Unternehmen durch den Beitritt von Piet de Boers Bruder, Dolf, bereichert, wodurch das Fundament für ein echtes Familienunternehmen gelegt wurde. Seit dieser Zeit hat dieses traditionsreiche Haus über seine gesamte Geschichte hinweg den Verkauf von mehr als 10.000 kostbaren Gemälden ermöglicht und so unzählige Kunstschätze in private und öffentliche Sammlungen überführt.

Mit der Zeit weitete das Unternehmen seinen Einfluss weit über die Grenzen der Niederlande hinaus aus und etablierte Zweigstellen in Schweden, Deutschland und der Schweiz. Diese Kontinuität und die tiefe Verwurzelung in der Familientradition werden heute von der dritten Generation gewahrt. Unter der Leitung von Niels de Boer, der das Erbe seines Großvaters und Vaters mit Hingabe fortführt, bleibt die Galerie ein renommierter Spezialist auf dem Gebiet der Alten Meister. Während der Fokus mit einer besonderen Vorliebe auf der Pracht des 17. Jahrhunderts liegt, umfasst das kuratierte Sortiment ebenso meisterhafte Werke aus dem 16. und 18. Jahrhundert, die die gesamte Bandbreite europäischer Kunstgeschichte widerspiegeln.

Die historische Architektur des Grachtenhauses

Die Galerie residiert in einem prachtvollen Grachtenhaus aus dem späten 17. Jahrhundert, das an der geschichtsträchtigen Herengracht in Amsterdam liegt. Ursprünglich wurde dieses Gebäude für Pieter Six errichtet, den Neffen von Jan Six I. Das heutige Anwesen wurde von der Galerie im Jahr 1927 erworben, nachdem sie zuvor in den Räumlichkeiten an der Prinsengracht untergebracht war.

Die Architektur dieser Räumlichkeiten offenbart bedeutende historische Schichten. Im zweiten Stockwerk finden sich die baulichen Überreste eines Hauses aus dem 16. Jahrhundert wieder, das eigens aus Edam herbeigeschafft wurde. Diese kunstvolle Integration schafft ein zeitgenössisches Ensemble, das als historisches Zimmer konzipiert wurde, um Werke der frühen niederländischen, flämischen, deutschen und italienischen Kunst zu präsentieren. Das Interieur ist mit antiken Möbeln geschmückt, die den unverwechselbaren Charakter eines traditionellen Kaufmannshauses bewahren.

Spezialisierte Sammlungen und künstlerische Schwerpunkte

Im Herzen der Galerie liegt eine tiefe Leidenschaft für die niederländischen und flämischen Altmeister. Während das kunstvolle Inventar Werke aus dem 16. und 18. Jahrhundert umfasst, bildet das goldene Zeitalter des 17. Jahrhunderts den eigentlichen Kern der Sammlung. Diese bewusste Spezialisierung ist Ausdruck einer langjährigen Hingabe an die traditionsreichen Meister Nordeuropas, deren Werk die Kunstgeschichte nachhaltig geprägt haben.

Ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte des Hauses ereignete sich im Jahr 1964, als Piet de Boer einen wesentlichen Teil seines privaten Kunstbesitzes der P. & N. De Boer Foundation vermachte. Dieses großzügige Geschenk, bestehend aus etwa 100 Gemälden und 500 Zeichnungen, bleibt von dem kommerziellen Bestand der Galerie getrennt. Die Bestände der Stiftung bilden heute ein stabiles Fundament, das die historische Kontinuität dieser traditionsreichen Institution sichert.

Die gegenwärtige Auswahl entführt den Betrachter in eine Welt vielfältiger Sujets, die von tiefgründigen Porträts bis hin zu meisterhaften Stillleben reichen. Zu den herausragenden Beispielen im Katalog zählen:

Ausstellungen und Forschungsaktivitäten

Die Galerie pflegt ein beständiges Programm an hauseigenen Ausstellungen, die weit über den bloßen Handel hinausgehen. In der Geschichte des Hauses war es vor allem Piet de Boer, der der Institution durch tiefgreifende, wissenschaftlich fundierte Ausstellungen zu ihrem exzellenten Ruf als Forschungsstätte verhalf. Seine kuratorischen Schwerpunkte lagen dabei auf spezifischen Künstlerlinien und Stilrichtungen, die die Kunstgeschichte prägten. So widmete sich die Galerie intensiv der Untersuchung der Brueghel-Dynastie, den Werken von Joos de Momper sowie den Meistern des Stilllebens, die der berühmten Bosschaert-Gruppe zuzuordnen sind. Diese akribischen Untersuchungen sind ein lebendiges Zeugnis der langjährigen Expertise des Hauses im Bereich der niederländischen und flämischen Altmeister.

Im heutigen Ausstellungsplan findet sich zudem eine jährliche Ausstellung zeitgenössischer Künstler, die von Jacky kuratiert wird. Diese Praxis schafft einen reizvollen, periodischen Kontrast zum primären Fokus auf die Meister des 16. und 17. Jahrhunderts und öffnet die Galerie für die Dynamik der Moderne. Sowohl die Galerie als auch die P. & N. De Boer Foundation sind im prachtvollen Grachtenhaus am Herengracht beheimatet, wo sie den geschichtsträchtigen Raum nutzen, um der Öffentlichkeit diese vielfältigen und hochkarätigen Kunstschätze zu präsentieren.

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
In welcher Stadt befindet sich die Kunsthandel P. de Boer?
Frage 2:
In welchem Jahr wurde die Kunsthandel P. de Boer gegründet?
Frage 3:
Auf Kunstwerke aus welchem Jahrhundert legt die Galerie einen starken Schwerpunkt?
Frage 4:
Wer war der Gründer der Galerie?
Frage 5:
In welcher Straße befindet sich die Galerie derzeit in einem Grachtenhaus?

Liste der Kunstwerke in Kunsthandel P. de Boer

Keine Kunstwerke gefunden.