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Hermann Kohlmann

1907 - 1982

Frühe Jahre und künstlerische Ausbildung

Hermann Kohlmann kam am 18. April 1907 in Veltheim in der Schweiz zur Welt. Seine frühen Jahre legten den Grundstein für ein Leben, das dem visuellen Ausdruck gewidmet war, und führten ihn schließlich dazu, als Maler, Bildhauer und Grafiker tätig zu sein. Sein kreativer Pfad wurde durch die strengen akademischen Traditionen seiner Zeit geprägt, während er danach strebte, seine technischen Fähigkeiten zu verfeinern und seine eigene künstlerische Stimme durch verschiedenste Medien zu finden.

Seine formale Ausbildung absolvierte er an der Dresdner Kunstakademie, einem Ort, an dem er tief in das Studium von Form und Komposition eintauchen konnte. Während seiner Zeit als Student studierte er unter der Anleitung von Richard Müller und Max Feldbauer. Diese Mentoren vermittelten ihm die essenzielle Ausbildung, die seine spätere Arbeit sowohl in der Malerei als auch im Grafikdesign stützen sollte. Durch diese Studienzeit entwickelte Kohlmann die grundlegenden Fertigkeiten, die notwendig waren, um die Komplexität seines gewählten Handwerks zu meistern.

Anerkennung und Italienreisen

Im Jahr 1934 markierte die Verleihung des Hugo-Göpfert-Preises einen entscheidenden Wendepunkt in Kohlmanns Leben. Diese Auszeichnung eröffnete ihm die Möglichkeit, in Italien zu leben und zu arbeiten – eine Zeitspanne, die seine visuelle Sprache zutiefst prägen sollte. In den folgenden zwei Jahren, bis zu seiner Rückkehr im Jahr 1936, zog es ihn durch die malerische italienische Landschaft. Sein Weg führte ihn durch die geschichtsträchtigen Gassen Roms und entlang der verwinkelten Kanäle Venedigs, während er sich weiter nach Süden in die Wärme Neapels vorarbeitete. Dabei fand er auch Zeit, die stillen, sonnendurchfluteten Winkel von Capri und Sizilien zu erkunden.

Diese Jahre in der Fremde ermöglichten es ihm, das faszinierende Zusammenspiel von Licht und Schatten auf eine Weise zu beobachten, die ihn noch lange nach seiner Rückkehr nach Deutschland begleiten sollte. Der Einfluss des Mittelmeers ist in den Werken, die er in dieser Ära schuf, deutlich spürbar; sie fangen die Essenz der Südküste und ihrer vulkanischen Landschaften ein. Ein solches Werk mit dem Titel „Vesuv am Morgen“ spiegelt diese Zeit wider, die er an der italienischen Südküste verbrachte, während sein Blick sehnsüchtig auf den Vulkan gerichtet war.

Künstlerische Tätigkeit in Dresden

Die Präsenz von Hermann Kohlmann in der Dresdner Kunstszene wurde im Jahr 1937 deutlich markanter. Es war in diesem Jahr, als eine Einzelausstellung im Kunstsalon Emil Richter seine Werke einem breiten Publikum zugänglich machte und ihn fest in der lokalen Gemeinschaft etablierte. Sein Berufsleben während der Zeit des Nationalsozialismus umfasste die Mitgliedschaft in der Reichskammer der bildenden Künste. Diese Ära war eine komplexe Zeit für viele Schöpfer, und seine Arbeiten aus dieser Periode spiegelten oft den vorherrschenden Zeitgeschmack wider.

Die späteren Jahre seines Lebens waren tief mit dem fortlaufenden Wiederaufbau der Stadt und ihrer sich wandelnden politischen Landschaft verwoben. Er wurde Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR und setzte damit sein Engagement für die lokale Kunstgemeinschaft fort. Über seine eigenen Leinwände und Zeichnungen hinaus widmete er ein Jahrzehnt lang dem Erhalt der Geschichte der Stadt. Von 1970 bis 1980 arbeitete er als Restaurator für das Museum für Geschichte der Stadt Dresden – eine Aufgabe, die eine ganz andere Art von Präzision und Sorgfalt im Umgang mit den physischen Überresten der Vergangenheit erforderte.

Hauptwerke und bedeutende Gemälde

Mit seinem Pinsel fing Kohlmann das Licht und die Landschaften ein, denen er auf seinen Reisen und während seiner Zeit in Dresden begegnete. Um das Jahr 1935 entstand Vesuv am Morgen, ein Werk, das während seines Aufenthalts in Italien geschaffen wurde. Dieses Stück zeigt Fischerboote auf dem Wasser nahe einer süditalienischen Stadt, eingebettet in die majestätische Kulisse des Vesuvs. Sein Interesse am Mittelmeerraum war ein wesentlicher Bestandteil seiner frühen künstlerischen Entwicklung, und dieses Werk spiegelt die malerischen Szenen wider, die er bei seinen Reisen durch Orte wie Neapel und Sizilien beobachtete.

Sein Fokus schwankte oft zwischen der klassischen Schönheit der Antike und der sich wandelnden Realität seiner Heimatstadt. Im Jahr 1941 schuf er Am Erechtheion, Athen, ein Werk, das seine Zeit widerspiegelt, in der er die architektonischen Details Griechenlands studierte. Später, im Jahr 1955, wandte er seine Aufmerksamkeit der Landschaft seiner eigenen Umgebung zu, festgehalten im Gemälde Dresden. Dieses Werk entstand in einer Zeit, in der er den physischen Wiederaufbau der Stadt nach der Zerstörung des Krieges miterlebte.

In seinen späteren Jahren wurden seine Sujets intimer. Das Gemälde Die Gattin des Künstlers als Muse aus dem Jahr 1963 verdeutlicht eine Hinwendung zu persönlicheren, häuslichen Themen. Sein künstlerisches Schaffen war in dieser Zeit äußerst vielfältig und reichte von großformatigen Ölgemälden bis hin zu kleineren Arbeiten auf Papier und Malpappe.

  • Wasserpalais auf Cosel (1947)
  • Gleisbauwerkstatt (1953)
  • Schwarzpappeln (1953)
  • Löwe (1953)

Wo man seine Werke heute erleben kann

Für all jene, die den Wunsch verspüren, den physischen Spuren seines Lebens und seiner Vision zu begegnen, bleibt ein Großteil seines Schaffens in der Obhut Dresdner Institutionen. Die Staatliche Kunstsammlungen Dresden bewahren mehrere seiner Werke, darunter das bedeutende Gemälde Wasserpalais auf Cosel, welches in der Galerie Neue Meister zu bewundern ist. Diese Sammlungen bieten die seltene Gelegenheit, die meisterhafte Führung seiner Hand nachzuvollziehen, die sich über seine gesamte Schaffensperiode so vielschichtig über Leinwand und Papier erstreckte.

Doch über die Galerien der Neuen Meister hinaus ist sein künstlerisches Erbe in weiteren bedeutenden Kollektionen spürbar. Der Kunstfonds des Freistaates Sachsen pflegt Werke des Künstlers und stellt damit sicher, dass sein Beitrag zur regionalen Kunstgeschichte dauerhaft bewahrt bleibt. Auch in den Hallen des Albertinums finden seine Malereien und Zeichnungen eine Heimat, wo sie als bleibendes Zeugnis seines kreativen Schaffens in das öffentliche Gedächtnis eingegangen sind.

Fragen & Antworten

Wo kann ich die Kunstwerke von Hermann Kohlmann nach Kunstrichtungen sortiert finden?

Auf der Seite Alle Stilrichtungen werden die Kunstwerke von Hermann Kohlmann nach Kunstströmungen gruppiert.

Wo und wann wurde Hermann Kohlmann geboren?

Hermann Kohlmann wurde im Jahr 1907 in Veltheim geboren.

Kann ich ein virtuelles Museum mit den Werken von Hermann Kohlmann besuchen?

Ein virtueller Besuch ist möglich: Die Seite Virtuelle 3D-Galerie von Hermann Kohlmann präsentiert die Werke des Künstlers in einer dreidimensionalen Galerie.

Woher kommt Hermann Kohlmann?

Hermann Kohlmann wurde in Schweiz geboren.

Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wo wurde Hermann Kohlmann geboren?
Frage 2:
An welcher Akademie studierte Hermann Kohlmann?
Frage 3:
Welchen Preis erhielt Kohlmann im Jahr 1934?
Frage 4:
In welcher Stadt arbeitete Kohlmann von 1970 bis 1980 als Restaurator?
Frage 5:
Welches dieser Werke befindet sich in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden?